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Gerade bei Hitze genug trinken

So bleibt der Flüssigkeitshaushalt auch an heißen Tagen im Gleichgewicht

17.07.2026

Wenn die Temperaturen steigen, arbeitet der Körper auf Hochtouren. Durch das Schwitzen gibt er Wärme ab und schützt sich vor Überhitzung. Dabei verliert er jedoch nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe. Wer zu wenig trinkt, kann sich schnell müde, unkonzentriert oder schwindelig fühlen.

Regelmäßig trinken, nicht erst bei Durst

Eine für alle Menschen passende Trinkmenge gibt es nicht. Der Bedarf hängt unter anderem von Alter, Gesundheitszustand, körperlicher Aktivität und Außentemperatur ab. Als einfache Orientierung empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, bei Hitze tagsüber etwa alle ein bis zwei Stunden ein Glas mit rund 200 Millilitern zu trinken. Während einer Hitzewelle werden für gesunde Erwachsene häufig etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit über den Tag verteilt empfohlen.

Wichtig ist, nicht erst auf ein starkes Durstgefühl zu warten. Gerade ältere Menschen verspüren oft weniger Durst und nehmen dadurch unbemerkt zu wenig Flüssigkeit auf. Auch Kinder, Schwangere, chronisch erkrankte Menschen und Personen, die im Freien arbeiten, sollten an heißen Tagen besonders auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr achten.

Die besten Durstlöscher

Besonders gut geeignet sind Wasser sowie ungesüßte Kräuter- und Früchtetees. Für etwas mehr Geschmack können frische Minze, Zitronen- oder Orangenscheiben ins Wasser gegeben werden. Auch Saftschorlen sind geeignet, am besten aus einem Teil Saft und drei Teilen Wasser.

Sehr zuckerhaltige Getränke sind als Durstlöscher weniger empfehlenswert. Alkohol belastet den Kreislauf zusätzlich und sollte bei Hitze möglichst vermieden werden. Kaffee und koffeinhaltige Tees müssen nicht vollständig gestrichen werden, sollten aber nur in Maßen getrunken werden. Lauwarme bis kühle Getränke sind meist bekömmlicher als eisgekühlte Getränke.

Wer durch Sport, Gartenarbeit oder körperlich anstrengende Tätigkeiten stark schwitzt, verliert zusätzlich Mineralstoffe wie Natrium, Kalium und Magnesium. In solchen Situationen können beispielsweise Brühe, natriumreiches Mineralwasser oder geeignete Elektrolytgetränke sinnvoll sein. Bei Bluthochdruck sowie Herz- oder Nierenerkrankungen sollte eine erhöhte Salz- und Flüssigkeitszufuhr jedoch vorher ärztlich abgestimmt werden.

So fällt regelmäßiges Trinken leichter

Stellen Sie morgens ausreichend Getränke sichtbar und griffbereit auf. Eine Trinkflasche für unterwegs, ein gefülltes Glas am Arbeitsplatz oder feste Trinkzeiten helfen dabei, das Trinken nicht zu vergessen. Auch wasserreiche Lebensmittel wie Gurken, Tomaten, Melonen, Beeren, Salate oder Suppen unterstützen die Flüssigkeitsversorgung.

Warnzeichen ernst nehmen

Trockene Lippen, seltener Harndrang, dunkler Urin, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel oder Konzentrationsprobleme können auf einen Flüssigkeitsmangel hinweisen. Betroffene sollten sich an einen kühlen Ort begeben, körperlich schonen und langsam trinken.

Sehr hohe Körpertemperatur, heiße und trockene Haut, Verwirrtheit, Krampfanfälle oder Bewusstlosigkeit können Anzeichen eines Hitzschlags sein. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Notfall. In diesem Fall muss sofort der Rettungsdienst unter 112 verständigt werden. Bewusstlosen oder stark verwirrten Personen darf nichts zu trinken gegeben werden.

Bei Fragen zur passenden Flüssigkeitszufuhr, zu Elektrolyten oder zum Umgang mit Medikamenten während einer Hitzeperiode berät Sie das Team der Elisen-Apotheke gerne persönlich.

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